Westfälischer Friedenspreis: Merz fordert Stärke gegenüber Russland
2.10.2026 • 03:07 Minuten

Ausgerechnet ein Militärbündnis erhält einen Friedenspreis: In Münster wurde am Donnerstag die NATO mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. 

Die Laudatio auf die NATO hielt Bundeskanzler Friedrich Merz. Darin erklärte der CDU-Politiker: Sollte Moskau nicht Einhalt geboten werden, dann werde sich die russische Kriegsmaschinerie früher oder später gegen die NATO richten. 

Bemerkenswert war dabei auch sein Blick in die Geschichte. Wörtlich erklärte Merz: „Aber die Sprache der Stärke versteht man im Kreml offenbar. Russland musste auf Polen hören, das sich in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts der russischen Expansion entgegenstellte.“ Gemeint war offenbar der polnisch-sowjetische Krieg von 1919 bis 1921. Was heute oft vergessen wird: Der damalige Krieg war Teil eines Konzeptes mit dem Namen Intermarium — das sich auch gegen Deutschland richtete. 

Welche politische Botschaft in Merz’ historischem Vergleich für die Gegenwart steckt, kommentiert AUF1-Nachrichtenleiter Martin Müller-Mertens.

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