VW zwischen Israel und Katar: 🚘 Deutscher Autobauer wird zum Spielball geopolitischer Interessen
15.7.2026, 15:45:28

Die Produktion des T-Roc Cabrio im VW-Werk Osnabrück endet 2027. Deshalb schloss Volkswagen im April 2026 eine Absichtserklärung mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael. Das Werk sollte auf die Fertigung von Militärtransportern, Raketenabschussvorrichtungen und Stromgeneratoren für das Iron-Dome-System umgestellt werden. Nach Angaben des Autobauers hingen rund 2.300 Arbeitsplätze von diesem Vorhaben ab.

Gleichzeitig steckt Volkswagen in einer tiefen Krise. Die Elektromobilitätsstrategie mit den ID-Modellen sowie der Software-Tochter Cariad hat zu hohen Verlusten und einem Rückgang der Marktanteile gegenüber chinesischen Herstellern geführt.

Nun soll laut Medienberichten ausgerechnet ein Großaktionär den Deal gestoppt haben: Katar. Dessen Staatsfonds, der über 17 Prozent der Stimmrechte hält, unterhält enge Verbindungen zur Hamas-Führung und steht geopolitisch in Konflikt mit Israel.

Damit gerät ein einst solider deutscher Automobilkonzern in die Abhängigkeit zweier gegensätzlicher ausländischer Akteure: auf der einen Seite Rüstungsaufträge aus Israel zur Sicherung von Arbeitsplätzen, auf der anderen Seite ein katarischer Staatsfonds als einflussreicher Investor mit Vetorecht. Die Zukunft des Werks in Osnabrück bleibt damit offen.

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