
Anfang August 2026 schwebt eine mit professionellem Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne stundenlang unbemerkt über dem Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle. Ein Busfahrer tritt sie zu Boden. Dabei reißt der Zünder ab und verhindert damit wahrscheinlich Schlimmeres. Die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen wegen versuchter Sprengstoffexplosion. US-Medien und Sicherheitskreise sprechen von Hinweisen auf russische Beteiligung. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt nennt es ein „hybrides Anschlagsszenario“ und "Schattenkrieg" und zielt mit seinen Aussagen eindeutig auf Russalnd als Agressor.
Am 18.08.2026 eröffneten Dobrindt und Forschungsministerin Dorothee Bär in Cochstedt (Sachsen-Anhalt) das „Technologiezentrum Drohnensicherheit“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es soll innovative Abwehrtechnologien in Reallaboren erforschen.
Doch es fehlt offenbar nicht in erster Linie an Forschung, sondern an funktionierender Abwehr. Bereits im Dezember 2025 hatte der Innenminister die Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei und das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) in Dienst gestellt. Interne Lagebilder und Recherchen verschiedener Medien zeigen allerdings, dass es fast täglich Sichtungen gibt, aber fast nie eine erfolgreiche Abwehr.
Experten wie Julian Werner von der Universität der Bundeswehr halten ein weiteres Forschungszentrum für wenig zielführend: „Israel, die USA und die Ukraine sind weiter. Ein neues Forschungszentrum wird uns in der Abwehr jedenfalls nicht weiterbringen.“
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