
Eine Reihe oppositioneller deutscher Künstler hat die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Satiriker Uwe Steimle scharf kritisiert. In einem offenen Brief stellen die Unterzeichner klar, dass auch Steimle sich auf die Kunstfreiheit berufen könne. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau wirft Steimle einen strafbaren „Aufruf zu Straftaten“ vor, AUF1 berichtete.
Der Kabarettist hatte in einer Show unter anderem über ein Porträt von Angela Merkel gesagt: „Vielleicht stellen wir sie auch an die Wand.“ Gegen diese Interpretation wird in dem Brief eingewandt: „Ist die mehrdeutige Interpretation einer Aussage möglich, gilt immer diejenige, die vom Grundgesetz gedeckt ist.“
Initiator des Aufrufs ist der Liedermacher und frühere Bundestagsabgeordnete Diether Dehm. Zu den Erstunterzeichnern zählen unter anderem der Musiker Tino Eisbrenner, der Pianist Justus Frantz, der Liedermacher Yann Song King und der Publizist Patrick Baab.
