Kein Bild, keine Neutralität:💥MDR unterbricht Nachrichten, um Wahlkampf zu machen
26.8.2026, 14:25:26

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk mischt sich erneut in den Wahlkampf ein. Im Nachrichtenformat des MDR „Sachsen-Anhalt heute“ wird die Sendung plötzlich unterbrochen. Der Bildschirm wird schwarz. Dann folgt die Warnung mit Schrift und einer Off-Stimme: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Keinen MDR mehr in Sachsen-Anhalt? Und damit auch kein MDR Sachsen-Anhalt heute? Das könnte passieren.“

Auch im Radio herrscht Stille. Auf der Webseite erscheinen schwarze Kacheln. Die Botschaft ist kaum zu übersehen. Und der Zeitpunkt sitzt: kurz vor der Landtagswahl. Die AfD steht in der letzten Umfrage bei bis 43 Prozent. Ihr 100-Tage-Programm verlangt als erste Amtshandlung die Kündigung der Rundfunkstaatsverträge. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will der „woken, antideutschen und manipulativen Beeinflussung den Stecker ziehen“.

Intendant Ralf Ludwig erklärt danach, vielen seien die Folgen nicht bewusst. Eine Kündigung bedeute: Ab 2029 keine MDR-Angebote mehr für Sachsen-Anhalt, „weil wir dann schlichtweg keinen Auftrag mehr haben“.

Was der schwarze Bildschirm und Ludwig nicht sagen: Es gäbe danach nicht automatisch „keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk“. Die Verfassung verlangt weiterhin ein öffentlich-rechtliches Angebot. Die AfD spricht selbst nicht vom totalen Aus, sondern vom Ersatz durch einen schlankeren „Grundfunk“.

Das Weglassen eben solcher Informationen unterstreicht genau den Vorwurf, vor dem die AfD warnt: Der MDR informiert parteilich.

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