
Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Iwan Fedorow warnt in einem ausführlichen Interview die Führung in Kiew: „Ich glaube, wir befinden uns jetzt an einem Wendepunkt, der unseren künftigen Weg bestimmen wird – doch es sieht so aus, als würden wir allmählich, langsam verlieren.“
Seine Aussage verweist auf die wachsenden Schwierigkeiten der Ukraine im Krieg. Während Russland weiter Druck ausübt, steht Kiew vor der Frage, wie lange die eigenen Kräfte und Ressourcen ausreichen.
Weiterhin nennt Fedorow als Probleme eine fehlende Gesamtstrategie, zu langsame Innovation, fest verankerte Korruption, Patronagenetze und fehlende politische Unabhängigkeit der Institutionen.
Das Präsidentenamt weist das zurück. Fedorow habe als Minister den Kriegsverlauf noch positiv bewertet. Geändert habe sich vor allem seine persönliche Lage.
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