5 Jahre nach der Flut im Ahrtal: 🌊 Politiker sind gegangen ++ Die Angst ist geblieben!
14.7.2026, 16:05:28

Auch fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal, bei der mindestens 135 Menschen ums Leben gekommen sind, ist so manches wieder aufgebaut. Häuser stehen, die Bahn fährt, Touristen kommen zurück.

Politiker melden Milliardenhilfen und Fortschritt. Und tatsächlich wurden über 3,7 Milliarden Euro Aufbauhilfe bewilligt. Doch von 17 betroffenen Schulen sind erst zwei fertig. Kinder lernen teils noch immer in Containern. Von rund 30 schwer beschädigten oder zerstörten Brücken sind erst 14 wiederhergestellt. Viele Menschen im Ahrtal leben weiter mit Baustellen und der Angst vor der nächsten Flut bei Starkregen.

Denn beim Hochwasserschutz klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Experten warnen, dass eine Extremflut wie 2021 weiter möglich sei. Rückhaltebecken, die wirklich Wasser aus der Welle nehmen könnten, stehen bislang nur auf dem Papier. Ein Katastrophenschutzplan ist immer noch nicht in Kraft getreten.

Die Verantwortlichen von damals haben sich davongemacht und das Ahrtal mit Angst und Bürokratie alleingelassen. Der damalige Landrat Pföhler hatte Warnungen zu spät weitergegeben. Innenminister Lewentz und Ministerin Spiegel sind zurückgetreten. Doch am Ende kam es zu keiner einzigen Anklage gegen politisch oder behördlich Verantwortliche. Kein Prozess. Keine Verurteilung. Keine Gerechtigkeit.

AUF1 war 1 Jahr nach der Katastrophe vor Ort. Hier können Sie sich das AUF1-Spezial noch einmal anschauen:
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https://auf1.tv/nachrichten-auf1/auf1-spezial-die-hintergruende-der-flutkatastrophe-an-ahr-und-erft

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